Entstehungsgeschichte         der                                              Intuitiven Pädagogik

Intuitive Pädagogik - Eine Persönlichkeitsschulung

 

Intuitive Pädagogik ist eine Persönlichkeitsschulung für Erwachsenen, die ihre intuitiven und kommunikativen Fähigkeiten erweitern wollen.

Als Inhalte haben sich der Spielkunst und die musikalische Kunst Pär Ahlboms, die Malkunst Merete Lövlies sowie die Kommunikationskunst von Iris Johansson in der Intuitiven Pädagogik verbunden.

 

Diese Art sich zu schulen ist allgemein anwendbar und kompatibel mit verschiedenen bestehenden Richtungen in der Pädagogik. Auch in verschiedensten Kulturkreisen hat sich diese Schulungsmöglichkeit als fruchtbar erwiesen.

In allem Arbeiten, Üben und Spielen nähert man sich einem Punkt, wo man an seine eigenen Grenzen stößt. Mit dem Begriff Intuition ist hier gemeint ein Weg, den man sich erarbeiten kann, um in solchen anscheinend hoffnungslosen Situationen über seine bisherigen Begrenzungen hinaus tätig sein zu können.

 

„In entscheidenden Augenblicken helfen Pläne und Konzepte nicht unmittelbar genug. Die Aufmerksamkeit und Beweglichkeit des Lehrers können miteinander so ins Spielen kommen, dass immer ökonomischer und schöpferischer gehandelt werden kann, auch in schwierigen und überraschenden Situationen.“

„Wenn diese „ökonomische Kreativität” als in mir ruhende Möglichkeit erlebt wird, dann hört die meist nur wenig bewusste Angst vor Unvorhergesehenem auf. Damit ist auch das Haftenbleiben am Vorbereiteten nicht mehr nötig. Die so entstehende Unabhängigkeit verwandelt Konzept und Plan in innere landschaftsähnliche Gebiete, die nun Umgebung werden für pädagogische Handlungen, die manchmal unerwartet, doch stimmig sind.“

„In allem Üben, Spielen, Arbeiten, ja, in allem Tun überhaupt und auch in Naturvorgängen, wenn sie gesund sind, gibt es dieses fließende, freiwillige Strömen oder Wachsen, dem eine völlig andere Qualität innewohnt als dem sogenannt Richtigen, Normalen oder sonst üblich Genügenden.“

Pär Ahlbom

Solvik-Skolan

Nachdem Pär Ahlbom schon in jungen Jahren als Musiker und Komponist bekannt geworden war, widmete er sich ab den 60-er Jahren der Pädagogik und brachte seine hervorragenden künstlerischen Fähigkeiten in die Entwicklung einer neuen und zeitgemäßen Pädagogik mit ein.

Zunächst in der Nible-Skolan in Järna, Schweden und seit Anfang der 80-er Jahre in der von ihm gegründete Solvik-Skolan, in der Nähe von Järna arbeitete er unentwegt an einer Pädagogik, die durch und durch künstlerisch und dem Kinde abgelesen ist. Es entstand ein Schulbau, der auf eine besondere Weise mit der natürlichen Umgebung zusammenwirkt.

Der freiheitliche Umgang mit den Kindern, die intensive Pflege künstlerischer, motorischer Übungen und Spielen, die Jahresfeste, die von der ganzen Schulgemeinschaft mit großartig inszenierten Spielen gefeiert wurden und der bewusste Umgang mit natürlichen Ressourcen, sind einige der Elemente, die Pär Ahlboms Wirken weit über die lokalen Verhältnisse hinaus Strahlkraft verliehen.

Pädagogische Wochen

 

Alljährlich fand in Solvik eine sogenannte „Pädagogische Woche“ statt, wo interessierte Pädagogen und Studenten in verschiedenen Kursen sich in innerer und äußerer Beweglichkeit üben konnten. In seiner seminaristischen Tätigkeit in vielen Ländern Europas und darüber hinaus leitete Pär Ahlbom viele Gruppen von Menschen in musikalischer Improvisation an. 1998 lud Thomas Pedroli Pär Ahlbom und Merete Lövlie zu einer Pädagogischen Woche nach Texel in den Niederlanden ein. Es fand sich eine internationale Teilnehmerschaft zusammen, die sich intensiv in Bewegen, Musik, Malen und Gespräch übte. Daraus wurde eine jährlich stattfindende Fortbildungswoche, die im Jahre 2000 mit Thomas Pedroli nach Velbert-Langenberg umzog.

 

3-jährige Schulungen für Intuitive Pädagogik

 

Nachdem in den ersten sechs Jahren die Teilnehmerzahl bis nah an die Hundert gewachsen war und vielfach der Wunsch geäußert wurde, intensiver und öfters arbeiten zu können, regte Thomas Pedroli eine dreijährige Schulung an. Seine Motivation war, so vielen Menschen wie möglich zu ermöglichen, die Arbeit von Pär Ahlbom kennenzulernen und zu verinnerlichen und gleichzeitig Pär Ahlbom dabei zu unterstützen, über seine lokale Nische hinaus wirksam sein zu können. So startete 2003 in Langenberg die erste dreijährige Schulung, die von Pär Ahlbom mit dem Namen „Intuitive Pädagogik“ getauft wurde. In der ersten Schulung wirkten neben Pär Ahlbom und Merete Lövlie, Thomas Pedroli, Iris Johansson und Karsten Buß als Kursleiter mit. Eine internationale Gruppe von etwa 80 Teilnehmern durchlief in 16 Blockkursen eine bewegte und bewegende Schulung. Einige Teilnehmer wollten nach den drei Jahren weitergehen und organisierten ab 2006 die zweite Schulung in Freiburg und Umgebung. Inzwischen hatte Karsten Buß als Kursleiter aufgehört. 2009 startete die dritte Schulung, die alternierend in Freiburg und Kleinmachnow stattfand. Anstelle von Iris Johansson übernahm nun Marcel Desax die Kommunikationskurse. Die letzte Schulung in dieser Reihe nahm 2012 ihren Anfang. Während dieser drei Jahre übernahm Dieter Schwartz von Marcel Desax die Kurse in Kommunikation.

Intuitive Pädagogik in 24 Ländern

In den 12 Jahren von 2003 bis 2015 haben Hunderte von Teilnehmer die Schulungen für Intuitive Pädagogik besucht und für sich neue Quellen freigelegt.
Pär Ahlbom und  von ihm inspirierte Menschen gaben Kurse und Seminare in 24 verschiedenen Ländern, wo teilweise wieder weitere Schulungen und Initiativen entstanden. Inzwischen wurden dreijährige Schulungen und auch einzelne Seminare für „Intuitive Pädagogik“ in Deutschland, Schweden, Holland, Norwegen, Finnland, Island, der Schweiz, Frankreich, Österreich, Italien, Litauen, Estland, Tschechien, der Slowakei, Russland, der Ukraine, Mexico, Kolumbien, Ecuador, Venezuela, Südkorea, Taiwan, Brasien und China veranstaltet. Auf diese Weise entstand ein weites Netzwerk von Menschen, die das Anliegen teilen, das Leben zu spielen, im Spiel zu leben und ihre innere Lebendigkeit zu pflegen.