2015 und 2016 hat Iris Johansson Seminare über die „Vierte Kommunikations-Dimension“ gegeben. Iris‘ Ausführungen sind häufig sehr prägnant und werfen ein neues Licht auf viele aktuelle Fragen. Die Sitzungen wurden aufgenommen und ich habe einen Teil davon aufgeschrieben.

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Gespräche mit Iris
Folge 1 Die Vierte Dimension.pdf
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Es sind weitere Folgen in Vorbereitung mit den Themen Vertrautheitswissen, Anpassung, Geborgenheit, Gemeinschaft und die Weltlage.

 

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Folge 1  Die vier Kommunikations- Dimensionen

Du hast in der letzten Zeit viel davon gesprochen, dass wir jetzt in der vierten Kommunikations-Dimension leben. Kannst du etwas mehr darüber erzählen? Wie sah es z.B. in der ersten Kommunikations-Dimension aus?

 

Die erste Kommunikationsdimension findet statt in der Begegnung zwischen Menschen; in dem Zusammensein. In Schweden gab es diese Kommunikationsdimension  bis ca. 1850.  Die Menschen lebten lokal an einem Platz und konnten die Menschen, die sie kannten alle an einem Tag zu Fuß treffen. Die Menschen lebten in ihrem eigenen Tempo und sind von morgens, wo sie aufgestanden sind, bis abends, wo sie sich ins Bett gelegt, haben ihren Tätigkeiten nachgegangen. Weil es z.B. in dieser Zeit keine Bequemlichkeiten in der Form von Zentralheizung gab, fing man morgens früh gleich an einzuheizen, und zwar ohne viel darüber nachzudenken. Es gab kein Brot zu kaufen, also stellte man es selber her. Ungefähr 90% der Zeit des Tages brauchte man für das Notwendige. Die Vertrautheit im Wissen war nicht verbal sondern lag darin, dass man was konnte. Je tiefer das Können und Wissen war, wie man überleben kann, desto tiefer war man mit seiner Zufriedenheit verbunden.

 

Das gilt übrigens generell im Leben, auch jetzt. Die Kinder sind einfach dem Rhythmus der Eltern gefolgt und waren darinnen in allem, was die Erwachsenen machten. Und durch das Dabei-Sein haben sie alles gelernt. Die Menschen haben wenig mit linguistischen Sätzen gesprochen, sie benutzten manchmal mehr einzelne Wörter, um eine Richtung anzudeuten. Sie waren im Hier und Jetzt anwesend. Sie haben zwar das eine oder andere gedacht, aber sie haben sich dem nicht so hingegeben. Sie waren mehr hier und jetzt im Leben anwesend. Sie waren in Zufriedenheit und Geborgenheit während sie alles Mögliche machten, auch wenn sie sich parallel Sorgen machten, ob das Essen wohlen reichen würde. Sie wussten, dass sie im Prinzip alles konnten, was sie brauchten. Neue Informationen bekam man sonntags auf dem Kirchplatz von dem Priester, der in der Welt unterwegs gewesen war und mit Neuigkeiten zurückkam. Es gab viel weniger Konflikte als heute, weil alle Menschen das gleiche Leben, die gleiche Kultur und dieselbe Sprache teilten. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch eine Menge Unzufriedenheit gegeben hätte, oder dass nicht gelästert wurde, das gab es auch!

 

Das Immaterielle und das Materielle wurde viel mehr als eins erlebt als heute. Die Menschen hatten einen Trost in Gott. Die Schlaueren überließen Gott alle Formen von Urteilen und Bestrafen, sie fanden nicht dass die Menschen ein Recht dazu hätten. Viele anderen haben sich auch damals schon selber zu Gott gemacht und haben geurteilt, verurteilt und gestraft.

Stimmt es, dass die zweite Kommunikations-Dimension mit der Verbreitung von Lesen und Schreiben einherging?

 

Es ging langsam hinüber in die zweite Kommunikations-Dimension; die erste blieb weiter bestehen. Hier findet eine Gesellschaftsentwicklung statt, die ich das Sekundäre nenne. Von Staatsseite wollte man, dass alle Kinder in die Schule gehen, damit alle das Gleiche lernen. Die Schulpflicht wurde in Schweden 1842 eingeführt, allerdings dauerte es bis 1910 bis es überall durchgeführt wurde. Aber viele Eltern wollten gar nicht, dass ihre Kinder in die Schule gingen, weil sie da so viele Flausen in den Kopf bekamen und anfingen anders zu denken. Die Schulpflicht wurde eingeführt um die Eltern dazu zu zwingen ihre Kinder in die Schule zu schicken. Wenn du die heutige Lage anschaust, dann ist das genau anders herum! Jetzt ist es ein Zwang für die Schüler, und Eltern sind ganz verzweifelt, wenn sie ihre Kinder nicht dazu bringen können in die Schule zu gehen. In der ersten Dimension waren die Menschen viel mit Gott und Religion beschäftigt. Aber diejenigen, die das Land geleitet haben,  wollten das Profane von dem Religiösen trennen. Deswegen sollten die Kinder profanes Wissen in der Schule getrennt von dem religiösen Wissen lernen.

 

In der zweiten Dimension lernten die Menschen lesen und schreiben. Da heraus entwickelte sich ein ganz anderes Denken, eine ganz andere Art die Welt anzuschauen, ich nenne es sekundäres Denken. Mehr von außen. Die Buchdruckkunst machte möglich, dass man täglich Reichsnachrichten bekommen konnte und ein paarmal in der Woche auch Lokalnachrichten. Die Elektrizität wurde genutzt, um Licht zu erzeugen. Das Radio kam. Am Anfang war es nicht so, dass jemand im Radio sprach, sondern es wurde etwas vorgelesen.  Die Nachrichten, das Wetter und Bücher. Klassische Musik wurde eingespielt und ausgestrahlt, und das war unglaublich faszinierend. Am Anfang war die Elektrizität so schwach, dass man alle Lampen ausmachen musste, um überhaupt etwas im Radio hören zu können. Wir saßen im Dunkel und hörten andächtig, was im Radio angeboten wurde. Das „neumodische“ Wissen hat man nicht unbedingt in dem alltäglichen Leben integriert, es blieb mehr außerhalb. Man fand es halt interessant zu hören, was es weiter weg alles gab. Aber es hat die erste Dimension zunächst sehr wenig beeinflusst. Das passierte erst nach ein paar Generationen. Man war vertraut mit dem Leben in der ersten Dimension. Das, was jetzt von außen an Information dazu kam, dafür musste man erst mal ein Verständnis entwickeln.


Alle Dimensionen hat es immer gleichzeitig in der Atmosphäre gegeben. Personen wie Kopernikus oder Archimedes haben etwas Neues erfasst. Wenn es Einen einzelnen gab, konnten es daraufhin die Anderen auch anwenden. Alles was die Menschen jemals entwickeln oder erfinden können, ist schon in der Konstitution des Universums vorhanden. Das ist da, wenn nichts anderes da ist.

 

Die meisten Erwachsenen von heute, insofern sie vor 1990 geboren sind, leben in der dritten Kommunikations-Dimension. Was bedeutet das?

 

Behalten wir im Auge, dass die anderen Dimensionen bleiben und die neue dazu kommt. In der ersten Dimension sind wir zuhause in unserem kleinen Dorf, in der zweiten Dimension werden wir uns bewusst, dass wir in einem Land leben und in der dritten Kommunikations-Dimension werden wir Weltenbürger. Was technologisch dazu kommt, ist das Fernsehen. Damit können wir Bilder aus der ganzen Welt nehmen und in unserem Wohnzimmer anschauen. So bekommen wir Einblick in verschiedene geographische Gegenden, die wilde Natur, die verschiedenen Städten und so weiter. Auch von Gebieten, die vorher weiß auf der Landkarte waren, wie z.B. Afrika, bekam man jetzt auch Bilder. Dazu kam, dass wir die Möglichkeit bekamen viel weiter zu reisen, zunächst innerhalb der Landesgrenzen, später auch in andere Weltteile. Die Zollstationen verschwanden und es gab viel mehr Verkehrsmittel mit denen man sich viel weiter weg bewegen konnte: Auto, Schiff, Flugzeug. Das hat unser Denken und unsere Linguistik sehr verändert im Verhältnis zu der ersten und zweiten Dimension. Wir konnten uns Luxus, Zeit und Bequemlichkeit kaufen. Dadurch geschieht etwas Merkwürdiges mit den Menschen.


Wenn wir 90% des Tages dazu verwenden die Notwendigkeiten zu verrichten, dann sind wir nicht gleichzeitig beschäftig mit allen möglichen Gedanken, Abwertungen,  Beurteilungen, Bestrafungen, wir haben keine psychische Probleme. Aber wenn wir nur noch zwei oder drei Stunden  für das Notwendige aufzuwenden brauchen, und diese wenigen Stunden könnte man auch noch kaufen, dann brauchen wir eine gewisse Menge an Zeit, die wir aufwenden um uns das Geld zu verschaffen, mit dem wir uns eben diese Bequemlichkeiten kaufen können. Damit passen wir uns auf die eine oder andere Weise an, und wir fühlen uns mit der Zeit ausgenutzt und unzufrieden. Wir haben den Eindruck, dass wir nicht den Lohn für unsere Mühe bekommen. Wir haben eine unendliche Menge von Zeit, die wir Freizeit nennen, in der wir machen und entscheiden können, was wir wollen. Wir nennen das dann „Glück“. Darin verstecken sich eine Menge Gedankenfehler. Sie sind so allgemein, dass fast alle Menschen sie denken, deswegen werden sie Majoritätsmissverständnisse.

 

Wir versuchen das Problem dann zu lösen, dadurch, dass wir uns eine äußere Geborgenheit verschaffen, weil wir glauben, das sei Glück.  Wir schaffen uns immer mehr Dinge an, Häuser, Autos, Boote, Sommerhäuser. Wir werden sehr gute Konsumenten dadurch. Wir erhöhen den Zuwachs. Wir ökonomisieren das Dasein. Was geschieht, ist, dass wir uns um mehr und mehr kümmern müssen, an Dinge denken müssen, Dinge pflegen müssen. Wir merken, dass es uns begrenzt. Gleichzeitig bekommen wir durch die Nachrichten das ganze Elend der Welt herein, und das beeinträchtigt uns, es reißt uns aus unsere inneren Zufriedenheit heraus, wenn wir nicht ganz bewusst verstehen, dass wir daran nichts machen können. Wir haben uns in den äußeren Dingen eine Geborgenheit geschaffen, und geglaubt, dass mit mehr äußeren Dingen immer mehr Geborgenheit entsteht. Und da haben wir uns selber angeschmiert.

 

Es gibt da noch einen anderen Gedanken, mit dem wir uns angeschmiert haben: „Wissen ist nie schwer zu tragen!“. Da liegen wir aber falsch. Wissen, was man benutzt ist gar nicht schwer zu tragen. Aber alles Wissen, was wir nicht anwenden, pocht die ganze Zeit und will benutzt werden. Das ist sehr schwer zu tragen. Eine gute Sache in der dritten Dimension ist, dass weniger Krieg stattfindet, als es vorher gab. Allerdings hat man in der dritten Dimension erst erfahren, wie viel Krieg es gegeben hat. Die dritte Dimension hat die ganze Zivilisation verändert, sehr viel mehr als die ersten beiden Dimensionen. Wie wir denken, wie wir uns selber sehen und wie wir die Welt anschauen.

 

Das hört sich danach an, als ob viel Manipulation im Spiel war beim Übergang vom 2. zur 3. Dimension!

 

Ja, so war es! Es gab eine Absicht dahinter. Man wollte den Menschen mit der neuen Information erleuchten. Denn in der ersten Dimension hatten die Menschen eine Zufriedenheit in sich, egal wie sie es hatten. Und damit waren sie keine geeigneten Personen um Konsumenten zu werden. In einer Zuwachsökonomie braucht man Menschen, die konsumieren. Und darum hat man sie dorthin manipuliert, und geschaut, dass das Sekundäre das Primäre überlagert. Die ganze Zuwachsidee baut darauf auf und ist das, dass man die ganze Zeit Menschen Bilder gibt,  was sie alles bekommen können, wonach sie sich dann sehnen, aber womit sie dann  nicht zufrieden werden. Das wird dann produziert und soll gekauft werden. Bei dem  Übergang von der 1. zur 2. Dimension ging es viel mehr um die Möglichkeit alle Menschen  ernähren zu können, in der Zeit, wo die Bevölkerung sich so explosionsartig vermehrte. Das hätte auf die alte Art nicht geklappt. Als es so weit war, dass alle etwas zu essen hatten, und ein Dach über dem Kopf usw. hätte man aufhören können mit dem Wachstum und zu einer Gebrauchsökonomie kommen können. Aber da entstand der Wunsch nach noch mehr Luxus und damit fing die Manipulation erst richtig an. Da zeigt sich auch die Unvollständigkeit des Lebens. Dinge, die wir zunächst konstruktiv erfunden und gedacht haben, werden im Lauf der Zeit destruktiv gebraucht.

 

Wer hat denn da eigentlich manipuliert?

 

Es waren Personen in Staat, Kirche und Wissenschaft.  Wenn wir neue Dimensionen entwickeln, um die Welt zu verstehen, werden wir entweder davon verzaubert und schmeißen uns da hinein, oder wir bekommen eine Riesenangst und grenzen es aus. In beiden Fälle werden wir offen für Manipulation. Und immer wenn da jemand ist, der sieht, dass Menschen in der Lage sind manipuliert werden zu können, ist die Versuchung groß einen eigenen Nutzen daraus zu ziehen. Das ist auch eine Form von psychologischen Spielen. Das geht immer von einzelnen Menschen aus. Es gibt immer die Möglichkeit Geld aus etwas zu schlagen. Ein Beispiel:  Eine Organisation sammelt eine riesige Menge Kleider ein um sie zu einem armen Land zu schicken, damit sie dort nicht frieren. Eine Organisation vor Ort hat die Verteilung auf sich genommen. Sie haben die Kleider in verschiedene Werte aufgeteilt und sie verkauft. Es wurde ein Status geschaffen. Bestimmte Kleidungsstücke waren mehr wert und wurden teurer verkauft. Damit hat man einen Sog geschaffen, die Menschen wollten gerne die teuren Sachen bekommen und haben alles gemacht, um das Geld dafür zusammen zu bekommen, auch wenn sie dafür hungern mussten. So wurden die Menschen,  die schon arm waren, noch ärmer. Das, was eigentlich gut gemeint war, wurde ein Zuwachsproblem. Diese Manipulationsmöglichkeit ist da, sobald wir einen Markt erschaffen. Im Guten und im Schlechten.

 

So langsam bin ich sehr gespannt, wie du die vierte Dimension charakterisierst! Wie sieht diese neue Kommunikations-Dimension aus, in der die neue Generation lebt?

 

Die Vierte Dimension. Es ist wichtig immer zu wissen, dass die vorhergehenden Dimensionen immer bleiben und dass nur etwas Neues hinzu kommt, was das Denken sehr verändert. Ich komme hier auf Glatteis, weil ich selber von meinem Geburtsdatum so weit entfernt bin von der 4. Dimension. Die jungen Leute dürfen mich gerne korrigieren!

 

Das was jetzt hinzukommt in der vierten Dimension ist wirkliche Kommunikation. Ein Teil davon ist der Tatbestand, dass es eine Sprache gibt, die mehr und mehr die ganze Welt umfasst, und das ist Englisch. Das führt dazu, dass Menschen über die ganze Erdkugel Englisch lernen, mehr und mehr durch Computer. Je früher Kinder in den Computer involviert sind, desto früher kommen sie hinein in die Art der vierten Dimension zu denken und zu kommunizieren. Die eigene Kultur und die anderen Kulturen werden auf eine völlig andere Weise aufgefasst. In der vierten Dimension wird man viel mehr global, es verschwinden die Grenzen. Auf dieser Ebene entsteht oft eine Wand zwischen dem Denken in der dritten und dem Denken in der vierten Dimension.

 

Sind die Spiele von Pär Ahlbom typisch für die vierte Dimension?

 

Die Entwicklung der Sinne hat eine größere Bedeutung als davor. In der vierten Dimension versteht man viel mehr als vorher, dass der Reichtum in uns drin sitzt. Dass es zu tun hat mit wie wir denken, was wir tun, was wir können, innerlich mit uns tragen, egal wo wir hin reisen, es kann uns niemand nehmen. Da ist Pär mit seinem Talent seiner Zeit weit voraus. Er hat verstanden, dass die Kommunikation mit der Entwicklung der Sinne zusammenhängt.

 

In der vierten Dimension gibt es eine ganz neue Möglichkeit seine Konstitution zu entwickeln. Außerdem sind diejenigen, die in der vierten Dimension geboren sind nicht so schnell geneigt zu glauben, dass Reichtum mit dem Wert von Geld zu tun hat. Die sind vielmehr daran interessiert ihre Fähigkeiten zu entwickeln, einen kleinen Teil davon zu verkaufen, so dass sie sich versorgen können und ansonsten ein qualitätsreiches Leben zu leben. Die Menschen aus der dritten Dimension machen sich darüber unglaubliche Sorgen, weil es die Zuwachswirtschaft bedroht. Sie glauben selten, dass die Wirtschaft auch anders funktionieren könnte. Aber das kann sie! Es ist sehr schwer alten Hunde das Sitzen beizubringen. Es ist viel leichter mit jungen Menschen über Veränderungsmöglichkeiten zu sprechen als mit Leuten über 30.

 

Ist das nicht einfach der normale Generationskonflikt?

 

Das ist es sicherlich auch. Aber es kommt mehr dazu. Die Gesellschaft der dritten Dimension ist darauf aufgebaut, dass man sein Brot verdient im Schweiße seines Angesichts und ein Überfluss produziert, in dem das ganze Land leben kann. Das löst sich jetzt in der vierten Dimension mehr und mehr auf. Man wird mehr daran interessiert, sich lokal zu verbinden mit sich und den anderen, um damit eine Grundlage zu haben, womit man sich hoch und breit hinausstrecken kann. Deswegen werden die Kinder in der Schule so außerordentlich gestresst, weil sie gezwungen werden zu etwas, was überhaupt nicht mit ihnen übereinstimmt. Dennoch versuchen sie es hin zu bekommen, was von ihnen  gefordert wird. Deswegen gehen die Schulergebnisse so bergab. Allerdings gehen nur die Ergebnisse der dritten Dimension zurück. Ihr eigenes Leben untereinander, das geht nicht zurück, aber das, was die dritte Dimension von ihnen verlangt.

 

Diejenigen, die nach 1987/1990 geboren sind haben ein ganz anderes Bild-Sehen als die Menschen davor. Ihre Bilder haben viel mehr die Möglichkeit zu einer Bewegung. Diese neue Art Bilder zu sehen im Verhältnis mit der alten Art kannst du vergleichen mit jemandem der Fotos macht um Erinnerungsbilder zu haben im Vergleich zu jemandem der Fotos macht um Stimmungen, Gefühle einzufangen und auszudrucken. In der ersten Dimension waren das Zusammensein und das Teilen im Leben von einander Grundlage der Wirklichkeitsauffassung. Jetzt gibt es Instagram, wo die ganze Zeit Bilder genommen und präsentiert werden, die etwas vermitteln, die irgendwo auf der Welt gemacht werden und überall auf der Welt gesehen werden können und ein Gefühl vermitteln können. Auf diese Weise kannst du sehen, wie Menschen es haben, welche Gefühle sie ausdrücken wollen. Da ist schon etwas von der 6. Dimension drin, wo wir uns ohne Sprache ausdrücken. Da knüpft es wieder an die erste Dimension an, wo man sein Heimatgefühl hatte – nur dass man das Heimatgefühl nun auf globale Weise hat.

 

In der vierten Dimension können wir die großen Veränderungen die mit unserer gesamten Zivilisation vor sich gehen aus einer globalen und gleichzeitig mit einer lokalen Perspektive anschauen. Und vor allem können wir uns frei machen von den Angstsystemen in denen wir festhängen und stattdessen die Phänomene betrachten in denen wir uns befinden.

 

Was du sehen kannst an den Kindern, die ab den neunziger Jahren geboren sind, ist, dass sie lokal angeknüpft sind und gleichzeitig in einer globalen Welt leben. Auch wenn sie nicht lokal angebunden sind, so suchen sie doch die ganze Zeit eine lokale Orientierung, um in dieser globalen Orientierung sein zu können, ohne ihr Selbstgefühl zu verlieren. Der Unterschied mit der dritten Dimension ist, dass man sich dort an das Öffentliche anpasst anstelle der lokalen Orientierung. Das macht einen großen Unterschied, weil die Kinder der vierten Dimension nicht daran interessiert sind, sich an ein gesellschaftliches System anzupassen – das macht für sie keinen Sinn. In der Schule, die noch völlig aus den Prinzipien der dritten Dimension heraus organisiert ist, führt das zu einem Bruch mit den Kindern, die sich völlig anders orientieren. Da gibt es noch kaum Verständnisbrücken.

 

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Sind dir Fragen gekommen beim Lesen? Ich freue mich über einen Austausch!

 

 

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