Die Leier - ein fast vergessenes Instrument - aber gleichzeitig das älteste jemals gefundene Seiteninstrument. Das British Museum in London zeigt uns die sogenannte „Queens Lyre“, die älteste Leier, die jemals gefunden wurde: 4600 Jahre alt. Es gehörte einst der Königin Pu-Abi in Mesopotamien.

 

Von dieser Zeit an finden wir die Leier in allen Hochkulturen Europas: Ägypten, Griechenland, Rom und den mittelalterlichen Kulturen. Im alten Griechenland wurde die Leier sehr geschätzt. Zur Bildung gehörte das Studium der Musik. Und Musik zu studieren bedeutete: Leier lernen. So spielten vielen gebildeten Leute die Leier.

 

Die Leier, die ich spiele wurde 1926 in der Schweiz von Lothar Gärtner und Edmund Pracht entwickelt und ist für moderne Ohren gemacht. Bald wurde sie für ihren heilenden Klang geschätzt und in der Therapie eingesetzt. Später fand die Leier ihren Weg in der Pädagogik und Aufführungspraxis. In den letzten 40 Jahren wurde die Leier auf allen 5 Kontinenten eingeführt. Und obwohl es immer noch ein seltenes Instrument ist, wird es von immer mehr Menschen auf der ganzen Welt gespielt.

 

Wenn du der Leier lauschest, kannst du leicht Ruhe und Stille erfahren, wie sie in der Natur zu finden ist. Heute leben wir aber in geschäftigen und lauten Städten. Für die Stille brauchen wir heutzutage eine Kultur von hoher Qualität, die die Leier vermitteln kann.