4. Andere Lehrer der ersten Generation -                        Merete Lövli und Iris Johansson

Merete Lövli, Foto: Thomas Pedroli
Merete Lövli, Foto: Thomas Pedroli

Als die Schulungen für intuitive Pädagogik begannen, halfen zwei weitere Lehrer, dieses neue pädagogische Paradigma auf nachhaltige Weise zu gestalten. Merete Lövli hat mit intuitiver Malerei beigetragen. Sie inspirierte die Teilnehmer, die ursprüngliche Kreativität zu entdecken, die in jeder Person schlummert, auch wenn sie unter tiefen Schichten von Misstrauen verborgen lag. Sie entwickelte einzigartige Methoden für den Kunstunterricht und förderte das kreative Wachstum Vieler.

 

Iris Johansson, Foto: Thomas Pedroli
Iris Johansson, Foto: Thomas Pedroli

Iris Johansson ist eine weltweit bekannte und geschätzte Kommunikationsspezialistin. Sie gründete die sogenannte „Primärarbeit“, eine tiefgreifende Arbeitsweise an den Gedanken und Gefühlen, die zunächst unter der Oberfläche unseres Bewusstseins liegen. Sie hat den Teilnehmern sehr geholfen, ihre eigenen Erfahrungen einordnen zu können und effektiver von ihnen zu lernen.

Gedanken von Iris Johansson haben den Ansatz der Intuitiven Pädagogik inspiriert. Sie beschreibt wie allgemeine Missverständnisse oder Gedankenfehler von der Mehrheit als wahr angesehen werden.

Foto: Thomas Pedroli
Foto: Thomas Pedroli

 

Während wir an der Entwicklung unserer Persönlichkeit arbeiten, betrachten wir unsere Glaubenssätze und ersetzen die Denkweisen, die für uns nicht mehr von Nutzen sind. Es gibt Überzeugungen, die nicht auf der Realität basieren und von den meisten Menschen nicht hinterfragt werden. Einige Beispiele sind:


1. Lernen muss mühsam und unangenehm sein, um Früchte zu tragen.
Ganze Generationen waren gezwungen, dies zu glauben. Die moderne Psychologie und die Hirnforschung zeigen uns etwas ganz Anderes: Je entspannter wir sind, desto effektiver werden die Lernprozesse. Angst (z.B. vor Konsequenzen) ist ein ineffektiver Lehrer. Vertrauen ist ein sehr nachhaltiger.


2. Um ein Ziel zu erreichen, müssen wir bereit sein, unsere persönlichen Gefühle zu unterdrücken.
Wenn wir etwas unterdrücken, wird es sich früher oder später gegen uns wenden. Unsere persönlichen Gefühle sind Motor für jede Entwicklung.

Foto: Thomas Pedroli
Foto: Thomas Pedroli

3. Der Weg zum Erfolg verläuft geradlinig und linear, er muss von Anfang bis zum Ende gut geplant sein.
Unzählige Menschen, die erfolgreich waren, haben uns gezeigt, dass dies nicht stimmt. Eine Person wird vom Erfolg angezogen, sie wird nicht dahingedrückt. Wenn wir der Anziehung folgen, folgen wir einem dreidimensionalen Pfad. Dieser Weg kann voller Überraschungen sein, die wir nicht im Voraus planen können. Ein Ziel zu haben ist etwas anderes als einen detaillierten Plan zu erstellen. Wir brauchen Offenheit und Flexibilität, um alle möglichen Probleme zu bewältigen.


4. Spielen ist für Kinder. Erwachsene spielen nur, wenn sie nichts Besseres zu tun haben.
Wir Menschen spielen, und solange wir spielen, können wir unsere Menschlichkeit bewahren. Wenn wir als Menschen unsere Fähigkeit zu spielen verlieren, verhalten wir uns eher wie Tiere oder zeigen wir gewisse Eigenschaften von Robotern: auf eine Art „perfekt“, aber ohne ein Gefühl von Wärme oder Moral. Im Spielmodus sind wir keine Sklaven unserer tierischen Instinkte und unseres einseitigen Intellekts mehr - wir können Dinge mit nachhaltiger Freude erschaffen.

 

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